Der Quetzal
gehört zur Familie der Trogone (Trogonidae) und bewohnt ausschließlich
die Nebelwälder Mittelamerikas in zwei Unterarten.
Der Vogel bewohnt die Gebirge bis in 3000 m Höhe, kommt also
durchaus in kühleren Gegenden vor.
Er ist etwa
knapp so gross wie eine Elster. Der überwiegend metallisch
grün glänzende Vogel mit leuchtend rotem Bauch ernährt
sich von Früchten, aber auch Insekten und anderen Kleintieren.
Dadurch spielt er bei der Verbreitung - letzlich dem Erhalt -
einiger seiner Nahrungspflanzen eine wichtige Rolle: Die Kerne
der Pflanzen werden unverdaut ausgeschieden und ermöglichen
die Besiedelung neuer Lebensräume durch diese Pflanzen. Inwieweit
die Keimung bestimmter Pflanzen überhaupt erst möglich
wird, weil die Verdaungssäfte des Vogels die zu harte Schale
der Pflanzen angreift, ist nicht sicher erforscht. Der Zusammenhang
ist jedoch nicht von der Hand zu weisen und auch von anderen Arten
bekannt (z.B. von der ausgestorbenen Dronte)
Dieser wunderschöne
Vogel ist ein Höhlenbrüter; er macht i.d.R. zwei Jahresbruten
mit jeweils 2 Jungen.
Zwei
sehr lange (bis zu 80 cm lang!) Schwanzfedern erinnern im Flug tatsächlich
an eine fliegende Schlange (s.Mythen) Über
sein Freileben ist recht wenig bekannt und auch die Informationen
von Tieren in Menschenobhut sind eher gering. In seiner Heimat wird
bzw. wurde er als Schauobjekt gerne gehalten; nach den Erfahrungen
eurpäischer Zoos ist seine Haltung aber schwierig und er wird
nur von sehr wenigen Zoologischen Gärten gezeigt.
Er
ist stark gefährdet, primär durch die Vernichtung seiner
Lebensräume, aber auch durch die Jagd.
Die
Beobachtung in freier Natur zählt zu den grossen Erlebnissen
jedes Vogelfreundes: Im Monteverde Nationalpark in Costa
Rica ist der sagenumwobene Vogel die Hauptattraktion für
die zahlenden Touristen.
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